Was man von der lokalen
Tagespresse noch erwarten kann
Der werte Leser wird sich
dies vielleicht auch schon das ein oder andere Mal gefragt haben.
Das Thema „Presse“ hat der
Autor schon mehrfach aufgegriffen. Heute möchte er dies nochmals tun, und dabei
soll vor allem die lokale Presse betrachtet werden.
Was ist ihr Auftrag? Denn
ja, den hat sie. Vor allem hat sie den Auftrag als Mitteilungsblatt, wenn nicht
explizit vorhanden, zu fungieren. Wie der Name schon sagt, alles, was lokal ist,
zu beleuchten und darüber zu berichten.
Macht sie das? Einige ja.
Durch das Arbeiten mit dem geschriebenen Wort kommt der Autor in das Vergnügen,
mehrere Exemplare täglich in der Hand zu haben.
Einigen gelingt es sehr
gut, andere sind, mit Verlaub, in dieser Hinsicht in der Pfeife zu rauchen.
Liegt es am
Fachkräftemangel, dass lokale Ereignisse nicht in die Presse kommen? Oder an
der Gleichgültigkeit? Dies dürfte nicht passieren.
Denn wenn von Künstlern,
z.B. von Autoren, Leseexemplare ihrer neusten Publikationen ihnen in die Hände
kommen, dann haben sie den Auftrag darüber zu berichten. Natürlich fragt sich der
werte Leser, ob es manchmal nicht besser ist, sie schweigen darüber, als
darüber zu schreiben. Zuweilen hat der Leser den Eindruck, derjenige, der
darüber berichtet, hat das Buch gar nicht gelesen.
Aber dies will niemand
unterstellen.
In unserer Tagespresse
wird sehr spärlich über Kunst und Kultur der Region berichtet, und wenn, sind
es gekaufte Artikel.
Nur sollten die
Verantwortlichen nicht vergessen, dass manch einer nicht nur Künstler, sondern
auch Kunde ist. Woher wohl die Verdrossenheit kommt, dass die Zahlen der
Zeitungsauflagen drastisch sinken?
Das nachfolgende Gedicht ist den Ludwigsburger Worttagen gewidmet. Nach dem Lesen sind sicher keine Fragen mehr offen. Für einen Blogtext ist dieser Selbstdarstellerzirkus viel zu unwichtig.