23 Oktober, 2023

Politik hat in der Kunst nichts verloren!

Frankfurter Buchmesse 2023 
 
Werter Leser, heute wird es länger. Es geht um die oben genannte Buchmesse in Frankfurt, die im Moment läuft.
Der Autor war, wie beide Verlage, die ihn publizieren, nicht dort. Dieses Fernbleiben hat mehrere Gründe: am besten werden sie aufgelistet, dann ist es übersichtlicher (eine sarkastische Anmerkung, mit zwinkerndem Auge).

1. Beide Verlage haben sich dazu entschlossen, nachdem die Messe nun jahrelang wegen Corona ausfiel, nicht daran teilzunehmen. (Die letztjährige war wohl noch etwas eingerostet von der Coronapause). Die Standgebühren sind immens für Verlage, der Vorteil für Verlage geht in den Minusbereich. Selbst das Schöngerede des „Mitmachens um der Sache willen“ und „Präsenzzeigen ist alles“ kann den Aufwand, Stress und die Kosten in keinster Weise aufwiegen. Teilnehmer sind nur, wie immer, die sog. „Global Player“, große Publikumsverlage, die sich mit Mainstream das Programm vollstopfen, und neue Verlage, die noch keine Ahnung haben.
Die einzigen, die sich an der Messe freuen, sind die Konsumenten. Dort trifft man doch den einen oder anderen Autor, kann sich Autogramme geben lassen und Bücher signieren. Auch sonst ist die Veranstaltung ziemlich an Freizeitspaß angepasst, damit man Besucher aller Altersgruppen einfangen kann.
 
2. Das schlimmste No-Go in der Kunst, und meine persönliche Absage an diesen, mittlerweile miesen, verlogenen und verkommenen Verein der Preisverleiher: einer Autorin wird der zugesprochene Preis nun doch nicht übergeben.
Nicht weil nun plötzlich auffiel, dass ein anderer Autor ihn mehr verdient hätte, sondern weil sie Palästinenserin ist.
Die Autorin ist Autorin! Egal, was in ihrem Pass steht. Das ist, bitte schön, aus jeglicher Kunst herauszuhalten! Auch unsere Grünenpolitikerin, Claudia Roth, hat das zu verstehen, wenn sie mal wieder irgendein Kunstwerk wegschaffen oder abdecken lässt. Da geht dem Autor der Hut hoch, werter Leser, denn er kann nicht fassen, dass sie drei Jahre die Managerin von „Ton Steine Scherben“ war. Ziemlich kontrovers, oder? 

3. An dritter Stelle, und dann hört der Autor auch auf, findet er die Selbstbeweihräucherung der Global Player und „Öffentlichen Personen“ ganz, ganz schlimm.
Alles, was dort gesagt wird, ist im Weihrauchnebel der Messeluft zu sehen, Wahrheiten werden nur dort wahr, Versprechen gelten nur über die Messetage.
Ein Künstler und Autor hat, außer er bekommt einen Preis verliehen oder/und gehört zu den verlogenen Preisverleihern, nichts von dieser Messe. 
Und ein Ausblick auf den nächsten Text am Sonntag: „Was kann man von der lokalen Tagespresse noch erwarten“. Den Untertitel verkneife ich mir heute.
 
 

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