Frankfurter Buchmesse
2023
Werter Leser, heute wird
es länger. Es geht um die oben genannte Buchmesse in Frankfurt, die im Moment
läuft.
Der Autor war, wie beide Verlage,
die ihn publizieren, nicht dort. Dieses Fernbleiben hat mehrere Gründe: am besten
werden sie aufgelistet, dann ist es übersichtlicher (eine sarkastische
Anmerkung, mit zwinkerndem Auge).
1. Beide Verlage haben
sich dazu entschlossen, nachdem die Messe nun jahrelang wegen Corona ausfiel,
nicht daran teilzunehmen. (Die letztjährige war wohl noch etwas eingerostet von
der Coronapause). Die Standgebühren sind immens für Verlage, der Vorteil für Verlage
geht in den Minusbereich. Selbst das Schöngerede des „Mitmachens um der Sache
willen“ und „Präsenzzeigen ist alles“ kann den Aufwand, Stress und die Kosten
in keinster Weise aufwiegen. Teilnehmer sind nur, wie immer, die sog. „Global Player“,
große Publikumsverlage, die sich mit Mainstream das Programm vollstopfen, und
neue Verlage, die noch keine Ahnung haben.
Die einzigen, die sich an
der Messe freuen, sind die Konsumenten. Dort trifft man doch den einen oder
anderen Autor, kann sich Autogramme geben lassen und Bücher signieren. Auch
sonst ist die Veranstaltung ziemlich an Freizeitspaß angepasst, damit man
Besucher aller Altersgruppen einfangen kann.
2. Das schlimmste No-Go in
der Kunst, und meine persönliche Absage an diesen, mittlerweile miesen,
verlogenen und verkommenen Verein der Preisverleiher: einer Autorin wird der
zugesprochene Preis nun doch nicht übergeben.
Nicht weil nun plötzlich auffiel,
dass ein anderer Autor ihn mehr verdient hätte, sondern weil sie
Palästinenserin ist.
Die Autorin ist Autorin!
Egal, was in ihrem Pass steht. Das ist, bitte schön, aus jeglicher Kunst
herauszuhalten! Auch unsere Grünenpolitikerin, Claudia Roth, hat das zu verstehen,
wenn sie mal wieder irgendein Kunstwerk wegschaffen oder abdecken lässt. Da
geht dem Autor der Hut hoch, werter Leser, denn er kann nicht fassen, dass sie drei
Jahre die Managerin von „Ton Steine Scherben“ war. Ziemlich kontrovers, oder?
3. An dritter Stelle, und
dann hört der Autor auch auf, findet er die Selbstbeweihräucherung der Global
Player und „Öffentlichen Personen“ ganz, ganz schlimm.
Alles, was dort gesagt
wird, ist im Weihrauchnebel der Messeluft zu sehen, Wahrheiten werden nur dort
wahr, Versprechen gelten nur über die Messetage.
Ein Künstler und Autor
hat, außer er bekommt einen Preis verliehen oder/und gehört zu den verlogenen Preisverleihern,
nichts von dieser Messe.
Und ein Ausblick auf den
nächsten Text am Sonntag: „Was kann man von der lokalen Tagespresse noch erwarten“.
Den Untertitel verkneife ich mir heute.